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Mo, 30.04.2018

Kleider werden Bildung

Bolivienkleidersammlung 2018


Eine der größten Solidaritätsaktionen der Jugend im Rhein-Hunsrück-Kreis verlief erfolgreich: Altkleiderspenden für die Bolivienpartnerschaft. Die Tradition des aktiven Straßensammelns wollen die Verantwortlichen im Dekanat Simmern-Kastellaun fortführen. Die Sammelaktion hat viele Aspekte, die ihnen gerade für die Jugendlichen wichtig sind. Sie bietet die Chance der Begegnungen von Jugendlichen aus unterschiedlichsten Dörfern. Sie stärkt das Gemeinschaftsgefühl und die Außenwirkung des Projektes.

Die Sorge um Sicherheit im Verkehr ist dabei immer im Blick. Dankbar sind alle für das Engagement der vielen Firmen und Fahrer, die jedes Jahr bereit stehen. Ebenso wie die THW-Jugend, die als Jugendverband neben den Maltesern ihren Einsatz leistet. Die Ehrenamtlichen wollen durch die Straßensammlung die Verantwortungsübernahme von Jugendlichen stärken. Bewusst etwas für fremde Jugendliche auf einem anderen Kontinent tun, motiviert sie. Die körperliche Anstrengung und Belastung, die viele nicht mehr kennen, ist dabei ebenso wichtig wie das Durchhaltevermögen. Abläufe erlernen, wie arbeiten wir gut zusammen, wie verladen wir richtig, ist dabei ein entscheidender Schritt. Jugendliche sind immer weniger damit vertraut auch hierbei Anleitung zu erhalten.

Der erste Eindruck  nach dem Verladen in Kirchberg vermittelte das Gefühl, dass in diesem Jahr weniger gesammelt werden konnte. Die Verantwortlichen in Simmern und Kastellaun rechnen mit ähnlichen Ergebnissen wie im Vorjahr. Woran es liegen könnte, sind Vermutungen der Ehrenamtlichen. Lag es am Sammeltermin und der langen Kälte zuvor oder dem Zeitpunkt der Verteilung der Säcke und Flyer?

Es wurde aber auch Kritik laut, dass immer mehr Dörfer Kleidercontainer von kommerziellen Sammlern aufstellen, da sie hierfür eine finanzielle Erstattung erhalten. Hierüber diskutierten die Helfer bei ihrem Imbiss am Stand der Malteserjugend. Die Dörfer hätten doch auch ihren Nutzen, wenn die Jugendlichen sich bei der Sammlung aktiv einbringen würden. Auch könnten sie vor Ort sammeln und die Kleidersäcke dann zum crossport to heaven bringen. Dort ist ein ganzjähriger Kleiderpunkt eingerichtet.

Für Haushaltsauflösungen wollen die Ehrenamtlichen wieder mehr Werbung für ihr Unterstützungsangebot machen. Damit Familien hier nicht selbst für den Abtransport sorgen müssen, wollen sie hierbei helfen. 

Bei vielen gemeinnützigen Organisationen fließen die Einnahmen in eigene Projekte. Auch hiervon hebt sich die Bolivien-Kleidersammlung seit Jahrzehnten ab. Jugendliche und ihre erwachsenen Unterstützer sammeln für Kinder und Jugendliche in Bolivien. Sie wollen mehr Schul-und Ausbildung möglich machen. Konkrete Projekte werden durch den Erlös umgesetzt. So profitieren jährlich rund 2000 junge Menschen in Bolivien von den alten Klamotten aus dem Bistum Trier.  Die Stiftung „Solidarität und Freundschaft Chuquisaca–Trier“ unterhält 25 Ausbildungseinrichtungen in den ländlichen Regionen des Erzbistums Sucre. Wichtige Schwerpunkte der Arbeit sind z.B. die Förderung von jungen Menschen mit Beeinträchtigungen und die Entwicklung von Maßnahmen angesichts des deutlich spürbaren Klimawandels.
 
Kleiderpunkt:
Bei Veranstaltungen im crossport to heaven, Jugendkirche auf dem Flughafen Hahn,  können Kleidersäcke abgegeben werden.
Auch können Haupt- und Ehrenamtliche vor Ort gefragt werden, ob sie Kleidersäcke annehmen.
Für Haushaltsauflösungen koordiniert Markus Koch die Abholung. Als Ehrenamtlicher ist er abends  mobil  erreichbar:  0151 568 960 25