Webangebot der Pfarreiengemeinschaft St. Erasmus (Rheinböllen)


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Mo, 04.12.2017

Segen bringen, Segen sein.

Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!


Indien ist das Beispielland der 60. Aktion Dreikönigssingen. Sternsinger sind überall in Deutschland rund um den Jahreswechsel unterwegs. Derzeit bereiten sie sich mit dem Staffelstern auf die Eröffnungsfeierlichkeiten im Bistum Trier vor.

In Rheinböllen-Rayerschied, Beltheim, Kirchberg und auf dem Flughafen Hahn war der Staffelstern im Hunsrück zu Gast. Dabei haben die Kinder die indische Kultur näher kennengelernt. Der Sternsingerfilm zum Thema Kinderarbeit in Indien hat sie sehr beeindruckt und auch betroffen gemacht. „Besonders schlimm war es für viele, das sogar Kinder schon hart arbeiten müssen um ihre Familien zu unterstützen. Betroffen waren die Kinder, dass Neetu  (8 Jahre) ihren Vater verloren hat, der an gesundheitlichen Folgen seiner Arbeit beim Schmelzen von Glasarmreifen durch die giftigen Gase des Bunsenbrenners gestorben ist.“, beschreibt Daria Thoi, Gemeindereferentin in Kirchberg, den Nachmittag. Für die Hunsrücker Kinder ist es kaum vorstellbar, unter welchen Bedingungen Kinder in anderen Ländern aufwachsen. Sie selbst beklagen sich gerne mal über die Mithilfe im Haushalt. So stimmten sie aber  ab, was Mithilfe im Haushalt ist, was der Aufbesserung des Taschengeldes dient und ab wann Kinderarbeit beginnt. Als Sternsinger wollen sie Kinder in Ländern wie Indien ermöglichen, die Schule zu besuchen und später eine berufliche Perspektive zu haben. Gleichaltrigen in Not helfen zu können, ist vielen Sternsingern bewusst.

Besonders bewegt war Thoi von der Begeisterung der Kinder und wie sie gemeinsam „Den Stern in der Hand sangen“.Unterhaltsam und lehrreich waren die Workshops wie Glitzertatoos, indische Teigtaschen und Kheer, ein indischer Milchreise mit Obstsalat. Es wurden Mandalas ausgemalt und Armbänder gebastelt. Bei einer Station ging es um ein Quiz und Fragen zum Thema Kinderarbeit und dem Land Indien.

„Es war eine schöne und eindrucksvolle Veranstaltung, die die Kinder und Jugendlichen aus den verschiedenen Pfarrgemeinden zusammen gebracht hat.“ , berichtet Gaby Barden von der Vorbereitungsgruppe aus Beltheim. Sie organisiert mit anderen Ehrenamtlichen das Treffen für die Dörfer der Pfarreiengemeinschaften aus der VG Kastellaun.

Auch auf dem Flughafen Hahn trafen sich zukünftige Sternsinger. Sie gestalteten wie die anderen Gruppen eine Seite des Reistagebuchs des Sterns und die bunten Bänder am Stern.
„Leider war er nur einen Tag bei uns. Das Projekt wird viel von Ehrenamtlichen getragen und die können meist nur am Wochenende fahren. Es hat auf jeden Fall auch neugierig gemacht auf die Aussendungsfeier der Sternsinger in Trier. Es gibt auch Interessenten die nach Trier fahren wollen.“, fasst Markus Koch, ehrenamtliches Ansprechpartner für die Sternsingeraktion in der Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen-Rayerschied-Schnorbach.

Die PG Kirchberg bietet auch eine Fahrt zur Bundesweiten Aussendungsfeier am 29.12 nach Trier an. Geplanter Ablauf: 7:30 Uhr Abfahrt in Kirchberg/Martkplatz, Mitmachprogramm in Trier, Mittagessen, Sternsingerzug zum Dom mit Aussendungsfeier mit Bischof Stephan Ackermann und 1000 Sternsingern.  Ankunft in Kirchberg ca. 18:00 Uhr. Anmeldungen sind im Pfarrbüro möglich.
Festlich gekleidet und mit einem Stern vorneweg sind jedes Jahr rund um den 6. Januar bundesweit die Sternsinger unterwegs. In beinahe allen Gemeinden der Region bringen sie in der Nachfolge der Heiligen Drei Könige mit dem Kreidezeichen „C+M+B“ den Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen und sammeln für Not leidende Gleichaltrige in aller Welt. Im Januar 2018 ziehen die Mädchen und Jungen bei ihrer 60. Aktion Dreikönigssingen durch die Gemeinden. „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“ heißt dann ihr Leitwort, das Beispielland ist Indien. Eine Teilnahme ist für alle Kinder möglich. Anmeldungen bei den Ehrenamtlichen Helfern vor Ort. Willkommen sind auch ältere Jugendliche und Erwachsene, die die Gruppen begleiten.