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Do, 04.08.2016

Gemeinsames Zeltlager mit vier Nationen

Jugendbegegnung des Dekanates Simmern-Kastellaun findet Fortsetzung im sächsischen Mittweida.

Jugendliche aus vier Nationen vor der Frauenkirche in Dresden

Jugendliche aus vier Nationen vor der Frauenkirche in Dresden
Mittweida – Seit 2005 gehören Jugendbegegnungsmaßnahmen zum festen Bestandteil des Jahresprogrammes der Katholischen Jugend im Dekanat Simmern-Kastellaun. Auch in diesem Jahr nahmen Jugendliche aus Litauen, Ungarn, Finnland und dem Hunsrück wieder teil. Nach einigen Tagen im Hunsrück, wo die Jugendlichen in Gastfamilien untergebracht wurden, erfuhr die Veranstaltung ihre Fortsetzung in einem gemeinsamen Zeltlager im sächsischen Mittweida.

Durch Kennenlernspiele und eine gemeinsame Lagerolympiade in gemischten Gruppen lernten sich die Jugendlichen besser kennen. Die Verständigung erfolgte durch Englisch. Hier mussten sie sich in verschiedenen Übungen wie beim Tastmemory, Bierdeckel stapeln oder Sackhüpfen messen. Dies hat den Teilnehmern großen Spaß bereitet. Die Verständigung wurde gefördert durch die Disziplin Holzklötze stapeln. Mittels eines Seils musste eine Mannschaft einen möglichst hohen Turm bauen: „ Gerade durch solche Übungen müssen die Teilnehmer einer Mannschaft miteinander kommunizieren, was nicht immer einfach ist, wenn man unterschiedliche Sprachen spricht,“ so Ehrhard Schmidt aus Sohren. Er ist einer der Betreuer und seit vielen Jahren dabei. So betreute er in den vergangen Jahren bereits die Jugendlichen bei den Jugendbegegnungsmaßnahmen in Polen, Litauen, Bolivien und Holland.

Beeindruckt hat die jugendlichen Teilnehmer besonders Leipzig und Dresden: „Die vielen Sehenswürdigkeiten wie die Frauenkirche in Dresden, die Semperoper  und vieles mehr haben mich sehr interessiert,“ so Petra Bodó aus Budapest. Als Geschichtsstudentin betreute sie mit Anna Szabo die ungarischen Jugendlichen. Aber auch die Anti-Islam Bewegung PEGIDA  und der Umgang mit Flüchtlingen wurde ebenso  an diesen Tagen thematisiert. Anhand des Beispiels von Amal Abdiaus Somalia, die ebenfalls an dieser Jugendbegegnung teilnahm, konnte dieses  besonders veranschaulicht werden. Die 17jährige Schülerin, die jetzt in einer Jugendeinrichtung in Kaiserslautern wohnt, nahm ebenfalls an dieser Jugendbegegnung teil. Sie flüchtete alleine zu Fuß von ihrem Heimatland über Lybien nach Deutschland.

Am letzten Tag wurde ein Kulturabend organisiert. Tänze und Lieder der verschiedenen Länder wurde dargeboten. Das Programm wurde von den Jugendlichen selbst aufgestellt, was ihnen sichtlich Spaß bereitete. Nach Abschluss dieses Camps teilte sich die Gruppe. Während die deutschen, litauischen und finnischen Jugendlichen gemeinsam zum Weltjugendtag nach Krakau reisten, ging es für die ungarischen Jugendlichen nach Hause. Ihre Eltern waren aus Angst vor Terroranschlägen  nicht mit der weiteren Teilnahme in Polen einverstanden.

Einen Vorgeschmack auf den Weltjugendtag in Krakau konnten die Jugendlichen fühlen, als der polnische Pater Slawomir Niemjewski aus Mittweida einen Absschlussgottesdienst mit den Teilnehmern zelebrierte. Er freute sich darüber, dass die Jugendlichen seine Heimat besuchten und wünschte Ihnen Gottes Segen für ihre Weiterreise.

Auch im nächsten Jahr wird wieder eine Jugendbegegnungsmaßnahme durchgeführt. Als Ziel haben sich die Verantwortlichen Kroatien ausgesucht. Mehr Informationen gibt es bei Diakon Clemens Fey unter 06543/2020.