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Do, 11.08.2016

Kein Segen für Blech ...

auf dem Gelände der Spedition Pira fand eine Heilige Messe statt

auf dem Gelände der Spedition Pira fand eine Heilige Messe statt
Sommerzeit - Reisezeit. Viele starten mit dem eigenen Pkw, dem Motorrad oder auch mit dem Fahrrad in die hoffentlich "schönsten Wochen des Jahres". Vor den großen Sommerferien werden die fahrbaren Untersätze für die langen Strecken Richtung Berge oder Meer präpariert; nicht wenige Fahrzeugbesitzer lassen auch ihr Vehikel in einer Werkstatt durchchecken.

Einen "Service" ganz anderer Art bot vor der großen Reisewelle die Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen an: Nach einer Messe am Sonntag vor Ferienbeginn fand eine Fahrzeugsegnung auf dem Gelände der Spedition Pira in Rheinböllen statt. Die Fahrzeugsegnung ist eine Segnung der katholischen Kirche. Mit ihr werden Fahrzeuge gesegnet, um für ihren Gebrauch Schutz und Heil von Gott zu erbitten.

Der Segen wird vom Priester durch das Segensgebet aus dem Benediktionale gespendet, dabei werden die Fahrzeuge mit Weihwasser besprengt. Bei der Segnung können die Fahrzeuge auch einem Schutzpatron unterstellt werden. Häufig gewählter Schutzheiliger ist der hl. Christopherus, der Schutzheiliger der Reisenden ist. Daher leiten sich auch die verbreitenden Christopherusmedaillen und – plaketten ab, die in Autos befestigt werden.

Schnell kommt die Frage auf: Kann man überhaupt ein Auto segnen, zumal dies doch zur Verschmutzung der Umwelt beiträgt? Pfarrer Phu Tho Mai verneint dies. "Wir segnen kein Blech, sondern die Fahrer und Nutzer der Autos, Motorräder und Fahrräder." Im Gebet und Segen wird nach den Worten des Priesters der Schutz Gottes auf die Menschen herabgerufen.

Zwar ist dieser Segen keine Versicherung oder gar Garantie, nicht zu verunglücken, aber ein Zeichen für einen Glauben, den der Christ mit seinen Sinnen erfahren könne. Es gehe auch nicht um Magie, sondern um die Überzeugung, "dass Gott mit uns ist".

Wichtig ist zudem ein anderer Aspekt der Fahrzeugsegnung: Bei dieser Feier ging es letztlich auch um eine Selbstverpflichtung der Verkehrsteilnehmer, sich rücksichtsvoll und verantwortungsbewusst auf den Straßen zu verhalten. Nur dann sei die Bitte um den Segen für das Fahrzeug und dessen Nutzer glaubhaft.