Webangebot der Pfarreiengemeinschaft St. Erasmus (Rheinböllen)


Hauptinhalt


Fr, 23.12.2016

Weihnachtsgrüsse des Pfarreienratsvorsitzenden


Liebe Mitchristen,

seit November 2015 wurden neue Pfarrgemeinderäte in den Pfarreien Rheinböllen und Rayerschied gewählt und auch seit Anfang 2016 haben neue Verwaltungsräte in den oben genannten Pfarreien ihre Arbeit aufgenommen. In der Mitte des Jahres wurde ein Kirchengemeinderat in Schnorbach gebildet, so dass auch die überpfarrlichen Gremien wie der Pfarreienrat und auch die Verbandsvertretung ihre Arbeit aufnehmen konnten. Viele bekannte Gesichter finden sich in diesen Gremien, aber auch sehr viele neue Frauen und Männer haben sich für diese Aufgaben zur Verfügung gestellt. Für diese Bereitschaft bin ich sehr dankbar, obwohl es sicherlich nicht immer einfach ist, Beruf, Privatleben und Ehrenamt in Einklang zu bringen.

Seit Frühjahr dieses Jahres haben wir mit Pastor Phu Tho Mai einen neuen Pfarrer. Leider mussten wir Pater Joseph Anfang Oktober von seinem Dienst als Kooperator der Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen verabschieden. Aber wir freuen uns auch mit Gemeindereferentin Kathrin Altmeppen, die ihr zweites Kind erwartet und zur Zeit in Mutterschutz ist.

Auswirkungen auf unser pfarrliches Leben in der Zukunft haben die Beschlüsse der Synode, die im Frühjahr diesen Jahres mit dem Abschlussdokument die Weichen für die Zukunft der Diözöse Trier gestellthat. Über 200 Frauen und Männer haben hier mitgewirkt, darunter auch viele Laien und Jugendliche.

Zunächst haben viele von uns wahrgenommen, dass nun bald in naher Zukunft 60 Großpfarreien gebildet werden sollen. Jedoch sollten wir das Abschlussdokument nicht nur anhand dieser Zahl beurteilen, den Aufgrund des Nachwuchsmangels nicht nur bei den Priestern, sondern in allen pastoralen Berufen, wäre es wahrscheinlich zu weiteren Zusammenschlüssen von immer größer werdenden Einheiten gekommen. Aber wir spüren auch immer mehr, dass unser bisheriges Angebot von immer weniger Menschen angenommen wird und dass unsere Gottesdienste nicht mehr von vielen Gläubigen besucht werden und traditionelle Feste wie z.B. Fronleichnam, Ewig Gebet, Ostern und Weihnachten nur unter größter Kraftanstrengung realisiert werden können.

Das damit auch Ängste verbunden sind, gerade auch wie es mit unseren liebgewordenen Kirchen weitergehen soll, ist sicherlich verständlich, hängen wir doch alle sehr an unseren Heimatkirchen. Hier vertraue ich auf die Zusage unseres Herrn Jesus Christus: "Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt (Matthäus 28,20 )Daher sollten wir den Beschlüssen der Synode eine Chance geben, denn so sehr wir auch daran hängen, aber die traditionelle Pfarrei erreicht immer weniger Menschen.

Im Synodendokument geht es vor allem auch darum den einzelnen Menschen mehr in den Blick zu nehmen. Es ist deutlich, dass viele Menschen mit ihrer Lebenssituation nicht mehr von Kirche angesprochen werden, wir aber als Pfarrei sich oft zu sehr mit uns selber beschäftigen anstatt mit der Frage: Was brauchen die Menschen? Ein weiser Mensch hat einmal gesagt: "Wer will, dass die Kirche bleibt wie sie ist, der will nicht, dass sie bleibt".

Auch haben viele das Gefühl: Ich werde mit meinen Fähigkeiten in der Kirche gar nicht gebraucht. Daher geht es nicht primär um Strukturen, sondern die Pfarreien so weiterzuentwickeln, dass sie der Wirklichkeit der Menschen und dem was sie brauchen, mehr entspricht. Und die Synode möchte, dass alles, mehr als bisher, aus der Beratung und der Beteiligung kommt. Da sind vor allem unsere Räte gefragt. Der künftige Weg unserer Kirche kann nur ein gemeinsamer sein.

In der konstituieren Sitzung des Pfarreienrates im Juni diesen Jahres haben wir beschlossen, dass wir diesen Weg, trotz der Unsicherheit und Ängste, die bestehen, mutig vorangehen wollen. Bewährt haben sich seit vielen Jahren unsere Studientage,wo alle Männer und Frauen unserer Räte dazu aufgerufen werden am Kurs unserer Pfarreiengemeinschaft mitzuarbeiten. Erfahrungsgemäß sind solche Studientage oft von einer guten konstruktiven Zusammenarbeit und vielen Ergebnissen geprägt. Erstmals sind dazu unsere Pfarrsekretärinnen und Küster dazu eingeladen denn auch sie müssen an der Umsetzung beteiligt werden.

Der gemeinsame Studientag findet am Samstag, 21.01.2017 im Pfarrheim in Rheinböllen statt.  Moderiert wird dieser Studientag von Dekanatsreferent Günther Greb.

Zum Schluß fällt mir ein Bibelwort aus Jesaja 43, Vers. 19 ein, der uns Mut machen soll, gemeinsam die Zukunft zu gestalten: "Seht her, nun mache ich etwas neues, schon kommt es zum Vorschein, merkt ihr es nicht? Ja ich lege einen Weg an durch die Steppe und Straßen durch die Wüste."

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr 2017.

Ihr Pfarreienratsvorsitzender
Markus Koch