Webangebot der Pfarreiengemeinschaft St. Erasmus (Rheinböllen)


Hauptinhalt


Mo, 10.04.2017

Jugend aktiv für die Bolivienkleidersammlung

Die Welt ein kleines bisschen besser machen

mit Traktoren wurden die Säcke für die Bolivienaktion eingesammelt

mit Traktoren wurden die Säcke für die Bolivienaktion eingesammelt
Die traditionelle Bolivienkleidersammlung der katholischen Jugend setzt ein Vorzeichen für die Kommunalreform: In Sachen Kleidersammlung funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Simmern und Rheinböllen. Nach Simmern im letzten Jahr trafen sich die Gemeinden in diesem Jahr in Rheinböllen zum Verladen. Seit Verlegung der zentralen Sammelstelle entlang der B50 von Simmern nach Kirchberg vor über 20 Jahren wünschten sich zuerst Rheinböllen und dann auch Simmern wieder eine eigene Sammelstelle. So entstand zur Erprobung das Wechselmodell: ein Jahr Rheinböllen, ein Jahr Simmern zusätzlich zu Kirchberg und Kastellaun.

Gleichermaßen sind die Organisatoren vor Ort gefordert, Helfer zu finden. Längst ist die Jugendarbeit nicht nur auf erwachsene Fahrer der LKW und Traktoren angewiesen. Sie braucht sie auch als Motivatoren und Multiplikatoren, Jugendliche vor Ort anzusprechen.

„Will ich die Welt ein Stückchen besser machen, meinen kleinen Beitrag leisten oder nicht, ist die Frage, die sich die Menschen stellen sollten“,  berichtet Doris Huntebrinker von ihren Gesprächen, Helfer im Vorfeld zu finden. Denn das tue ich, wenn ich bereit bin, in meinem Umfeld, die Säcke zu verteilen, ein paar Plakate aufzuhängen oder Menschen anzusprechen. Ich muss noch nicht mal beim Einsammeln helfen, um die Kleidersammlung zu unterstützen. „Diese Bereitschaft und diese Haltung mit den Menschen zu klären,  sie zu begeistern, sich einzusetzen,  ist die Aufgabe, der sich Kirche stellen muss“ denkt die Kirchbergerin. Sie zählt zu den Ehrenamtlichen, die seit vielen Jahren die Kleidersammlung tragen. Es gibt die „alten Hasen“, die sich immer wieder begegnen und jedes Jahr freuen, dabei zu sein; und diejenigen, die nur ein oder zweimal als dabei sind.

Dann gibt es auch die Momente der dankbaren Erinnerung an Helfer, die nicht mehr helfen können wie der verstorbene Seniorchef Alfred Wickert aus Reckershausen. Doch Dirk Wickert setzt die Tradition fort und ist selbstverständlich mit an Bord. Familie Wickert ist ein Beispiel für die vielen Familienbetriebe in der Region, die eine Bolivienkleidersammlung möglich machen. Auch hier zeigt das regionale Handwerk seinen Stellenwert als verläßlicher Partner der Jugendarbeit.
Auf diese sind die Ehrenamtlichen angewiesen. Ebenso wie auf alle Helfer, die PKW und Hänger unterwegs sind. Die Renaissance der Traktoren, die von Jugendlichen und jungen Erwachsenen entstaubt wurden, begeisterte an den Sammelstellen junge und alte Helfer. Erfreut waren die Kirchberger auch über die Unterstützung des THW, die durch deren Zusammenarbeit mit den Maltesern entstand. Selbstverständlich hatten diese wieder die Verpflegung der Helfer am Bahnhof übernommen.

In der nächsten Dekanatsjugendrunde wird das Modell mit drei Sammelstationen im Wechsel ausgewertet werden. Kastellaun und Kirchberg als feste Sammelpunkte, Simmern und Rheinböllen im Wechsel.

Hierzu gilt der Aufruf an alle:
Die katholische Jugend bittet um Rückmeldung für Sammelgebiet Dekanat Simmern-Kastellaun via email, wo im Vorfeld keine Säcke verteilt wurden oder Säcke nicht eingesammelt wurden. Gerne auch, wer sich bereit erklärt, im kommenden Jahr Säcke zu verteilen oder mit Traktoren das Sammeln in den Dörfern zu unterstützen. Schulen, die Interesse an Informationen über die Bolivienpartnerschaft haben, können dies ebenso via email tun.

Kontakt:
Diakon Clemens Fey
Pfarrstraße 7
55487 Sohren
Telefon: 06543 / 20 20
E-Mail: dekanat.simmern-jugend@t-online.de