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Mo, 24.04.2017

Lichterprozessionen im Zeichen des Fatima-Jubiläums

Bischof Ackermann kommt zur Waldkapelle Kisselbach

Die Waldkapelle erstrahlt nun im neuen Glanz

Die Waldkapelle erstrahlt nun im neuen Glanz
Kisselbach      In diesem Jahr gedenken die Gläubigen bei den traditionellen Lichterprozessionen besonders der Marienerscheinungen im portugiesischen Fatima vor 100 Jahren. Prominentester Pilger wird der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann sein, der am 13. Juni die Waldkapelle besucht. Eröffnet wird der Reigen am 01. Mai um 10.00 Uhr zur Eröffnung des Marienmonates Mai mit dem Rheinböllner Pfarrer Phu Tho Mai, dann jeweils am 13. eines jeden Monates bis zum Oktober finden die Lichterprozessionen statt.

Am 13. Mai 1917 erschien den drei Hirtenkindern Lucia dos Santos und den Geschwistern Jacinta und Francisco Marto die Jungfrau Maria in Fatima. Diese habe ihnen befohlen, künftig an jedem 13. des Monats an diesen Ort zurückzukommen. Am 13. Juli 1917 wurden den drei Kindern drei Geheimnisse offenbart. Der erste und der zweite Teil dieser Prophezeiungen beziehen sich vor allem auf die schreckliche Vision der Hölle, der Verehrung des unbefleckten Herzens Mariens, den zweiten Weltkrieg und die Oktoberrevolution in Russland. Im dritten Geheimnis wird das Attentat auf Papst Johannes Paul II am 13. Mai 1981 prophezeit.  Durch dieses Ereignis wird Maria daher auch als Königin des Friedens bezeichnet und verehrt.

In diesem Kontext ist auch die Entstehung der Waldkapelle in Kisselbach zu verstehen. "Maria hat mir auf wundersame Weise geholfen". Voll Dankbarkeit schrieb diesen Satz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges unter ein Marienbild und befestigte diese an einen Baum im Kisselbacher Wald. Seitdem pilgerten viele Gläubige zu dieser Stelle um dort für die Gefallenen, Vermissten und Gefangenen des Krieges, aber auch in den persönlichen Anliegen zu beten.

Bei der Markusprozession im April 1946 wurde dieses Bild feierlich gesegnet. Im Frühjahr 1954 bauten Freiwillige unter der Regie des damaligen Pfarrers von Rayerschied Gregor Csoti an diesem Ort eine Marienkapelle, die am 27. Mai 1954 feierlich eingeweiht wurde. Damals nahmen über 2000 Pilger an dieser Feierlichkeit teil. Bis heute versammeln sich jeweils am 13. in den Sommermonaten viele Gläubige um dort betend mit Kerzen zur Waldkapelle zu ziehen. Wegen der Jubiläumsfeierlichkeiten von Fatima, zwei der drei Hirtenkindern werden im Mai von Papst Franziskus auch heiliggesprochen, wird der Bischof von Trier Dr. Stephan Ackermann, auch zur Waldkapelle pilgern.

Der Besuch von Bischof Ackermann ist nicht der erste bischöfliche Besuch der Waldkapelle. Bereits 1986 nahm der verstorbene Bischof Hermann-Josef Spital an einer Prozession teil. Im Jahr 2004 feierte der damalige Bischof von Trier und jetzige Kardinal von München Dr. Reinhard Marx das fünfzigste Jubiläum der Waldkapelle. Unvergessen ist sein damaliger Apell zu Frieden und der Einheit Europas vor dem Hintergrund von Terror und kriegerischen Handlungen im damaligen weltpolitischen Geschehen.  Im Jahr 2014 feierte Weihbischof Jörg Michael Peters das 60-jährige Jubiläum der Waldkapelle.

Rechtzeitig vor Eröffnung des Marienmonats Mai und der Pilgersaison wurden umfangreiche Renovierungsaktionen an der Waldkapelle Kisselbach durchgeführt, so dass die Fatima-Kapelle im neuen Glanz erstrahlt. Dies war nur möglich durch Spenden vieler Firmen, die größtenteils Arbeitszeit und Material kostenlos zur Verfügung gestellt haben. Aber auch viele ehrenamtliche Helfer wie Helmut Pulcher, Werner Schmäl, Lothar Schorn und Aloys Susenburger haben diese Renovierungsarbeiten erst möglich gemacht: " Das so viele Firmen und ehrenamtliche Helfer dazu beigetragen haben, dass die Waldkapelle im neuen Glanz erstrahlt, dafür kann man gar nicht genug danken", freut sich Pfarrer Phu Tho Mai über die Unterstützung.

  •          mehr zur Waldkapelle Kisselbach und das Jahresprogramm gibt es unter www.pfarreiengemeinschaft-rheinboellen.de