Webangebot der Pfarreiengemeinschaft St. Erasmus (Rheinböllen)


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Fr, 28.04.2017

Kreuzwegwanderung an Karfreitag

viele Gläubige aus der Pfarreiengemeinschaft gingen den Kreuzweg mit

viele Gläubige aus der Pfarreiengemeinschaft gingen den Kreuzweg mit
Die St. Erasmus Gemeinde in Rheinböllen und Bruder Johannes Maria Krüger von den Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz hatten am Karfreitag zur Kreuzwegwanderung eingeladen. Start war um 18 Uhr bei frühlingshaften Temperaturen an der Marienkapelle des Puricelli Stiftes in Rheinböllen. Über dreißig Teilnehmer machten sich auf den Weg Richtung Dichtelbach. Ursprünglich entstanden die Kreuzwege in Jerusalem. Ihre Tradition ist sehr alt. Sie begründen sich auf Menschen, die an die Leidensgeschichte Jesu erinnerten, indem sie den Weg vom Ölberg nach Golgatha nachgingen.

Die Zahl von sieben Stationen ist älter als die heute verbreitetere Reihe der 14 Stationen, deren Vorbild die erst im Mittelalter festgelegte Wegführung der Via Dolorosa (Straße der Schmerzen) in Jerusalem ist. Die erste Station auf dem Kreuzweg trug den Titel „Jesus wird verraten - Geld regiert die Welt“ und lud ein darüber nach zu denken, welchen Einfluss Geld hat und wann wir selbst vielleicht eigene Ziele oder Freunde verraten. Ihr folgte die Station „Jesus wird zum Tode verurteilt - Schuld und Unschuld“ an der die Teilnehmer eine Dornenkrone anfassen konnten und sich - wie damals Pilatus - die Hände mit Wasser waschen konnten, als Zeichen der Unschuld. Die dritte Station nannte sich „Jesus nimmt das schwere Kreuz auf seine Schultern – Gefesselt“, die Teilnehmer sangen: „Ich danke dir Herr Jesus Christ, dass du diesen Weg für mich gegangen bist.“ Es schlossen sich die Stationen „Jesus begegnet Veronika – Weggefährten“ und „Jesus wird seiner Kleider beraubt - Hände, die zerreißen“ an, während die Sonne langsam unterging und die Fackeln entzündet wurden. Die vorletzte und sechste Station mit dem Titel „Jesus wird ans Kreuz geschlagen und stirbt – Angenagelt“ steht für Jesus Tod am Kreuz und das Ende seines Leidenswegs. Die Kreuzwegteilnehmer schlugen gut vernehmbar mit einem Hammer auf einen großen Nagel. Die Gedanken befassten sich mit Tätern und Opfern, mit Menschen die sprichwörtlich auch heute „festgenagelt“ werden oder andere „festnageln“. Die siebte Station erzählte von der Auferweckung Jesu von den Toten: „Jesus besiegt den Tod - und immer wieder blüht das Leben“ und spendete Hoffnung und Zuversicht.

Den Segen sprachen hier der Pfarrer der katholischen Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen Thomas Phu Tho Mai und der evangelische Pfarrer für Rheinböllen und Dichtelbach Wolfgang Jöst. Zuvor hatte noch einer der mitgewanderten Flüchtlinge im Rahmen der Fürbitten das Wort an die Teilnehmer gerichtet. Zum Abschluss fand eine Agapefeier an der Grillhütte in Dichtelbach mit selbst gebackenem Brot und Getränken statt. Die Kinder hatten noch Spaß am Lagerfeuer, bevor es für alle entweder zu Fuß oder mit dem Bus der Franziskanerbrüder zurück nach Rheinböllen ging.