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Di, 08.08.2017

Kisselbacher Kirche frisch renoviert

Die Glocken läuten wieder in Kisselbach. Die umfangreichen Sanierungsarbeiten an der Filialkirche St. Apollonia sind so gut wie abgeschlossen.

Eine Rundumerneuerung erhielt die katholische Kirche von Kisselbach. Die Mitglieder des Verwaltungsrates Aloys Susenburger (links) und Erwin Muders (rechts) begutachten gemeinsam mit Ortsbürgermeister Heinz-Ludwig Kub das gelungene Werk.
Eine Rundumerneuerung erhielt die katholische Kirche von Kisselbach. Die Mitglieder des Verwaltungsrates Aloys Susenburger (links) und Erwin Muders (rechts) begutachten gemeinsam mit Ortsbürgermeister Heinz-Ludwig Kub das gelungene Werk.
Foto: Werner Dupuis

Mehrere Monate gaben sich Elektriker, Schreiner, Metallbauer, Maler und Fliesenleger die Klinke in die Hand. Das aufwendigste und teuerste Gewerk war die Instandsetzung des Geläuts. Rund 70.000 Euro wurden insgesamt verbaut.

Völlig verharzt und verdreckt war das Werk der alten Kirchturmuhr von 1920. Jetzt tickt sie wieder und steht als Schmuckstück auf der Empore.
Völlig verharzt und verdreckt war das Werk der alten Kirchturmuhr von 1920. Jetzt tickt sie wieder und steht als Schmuckstück auf der Empore.
Foto: Werner Dupuis

Schon seit Jahren schauten die Verantwortlichen der Kirchengemeinde immer wieder mit Sorge zum Turm ihrer Kirche hinauf. Die Schwingungen des Glockenstuhls hatten ihn mit den Jahrzehnten instabil gemacht. Das Glockengerüst inklusive der Einbindung in die Turmmauern war marode, die Glocken und ihre elektronische Steuerung mussten dringend überarbeitet werden.

Nach dem Baubeginn wurde als eine der ersten Maßnahmen eine neue Läutemaschine eingebaut. Nicht nur im Turm, auch im Kirchenschiff gab es viel zu tun. Die beiden großen Türen am Portal wurden von Schreinern aufgearbeitet. Elektriker legten neue Leitungen und brachten das Stromnetz auf den technisch aktuellen Stand. Die Beleuchtung wurde vollständig ausgetauscht. Bei der ganzen Sanierung wurde großes Augenmerk auf Energieeffizienz gelegt. Der Bereich unter der Empore wurde ebenso wie die Beichtkapelle neu gestrichen. Auch unter der Empore brennen mittlerweile Energiesparlampen. Zum Sanierungskatalog gehörte ebenfalls die Renovierung der Sakristei.

Zur Verbesserung der Sicherheit aller Kirchgänger und des Personals bei Reinigungs- und Wartungsarbeiten wurde die Brüstung der Empore, verschiedene Treppenleitern im Turm, Geländer und Stege über dem Gewölbe des Kirchenschiffs überarbeitet oder ganz erneuert sowie eine Brandschutztür zwischen dem Turm und dem Zugang zum Gewölbe installiert.

Seit Jahren tickte die alte Kirchturmuhr nicht mehr. Gemeinsam haben die Mitglieder des Verwaltungsrats Aloys Susenburger und Erwin Muders die komplizierte Mechanik auseinandergebaut, schadhafte Teile ausgetauscht, in mühevoller Kleinarbeit die Zahnräder, Wellen und Achsen poliert und alles wieder zusammengebaut. Für alle Kirchenbesucher sichtbar steht das Uhrwerk in neuem Glanz heute auf der Empore. Zur Umsetzung der Maßnahmen waren erhebliche finanzielle Mittel erforderlich. Die Gesamtkosten der Sanierung sind mit 72.500 Euro veranschlagt.

60 Prozent oder 43.500 Euro kommen aus der Bistumskasse. Die Pfarreigemeinde trägt die restlichen 29.000 Euro. Zur Deckung ihres Anteils rief sie bei ihren Mitgliedern zu einer Spendenaktion auf. Die Ortsgemeinde Kisselbach beteiligt sich mit 10.000 Euro an der Erhaltung des das ortsbildprägenden Gebäudes und unterstreicht damit, wie Bürgermeister Heinz-Ludwig Kub erklärt, die Bedeutung der Kirche als Orientierungs- und Identifikationspunkt für viele Bürger.

Kisselbach gehört zur katholischen Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen, Rayerschied und Schnorbach. Die Kirche wurde 1911 gebaut. Die Grundsteinlegung des Gotteshauses erfolgte im Mai 1911. Die Einweihung fand nach relativ kurzer Bauzeit am 14. Dezember 1911 statt. An Weihnachten 1911 wurde dann der erste feierliche Gottesdienst zelebriert. Bereits 1902, also ein knappes Jahrzehnt davor, begann man Geld für den Neubau in Kisselbach und den umliegenden Dörfern zu sammeln. Es wurde ein Kirchenbauverein gegründet. Alle Katholiken traten ihm bei. Die Mitglieder verpflichteten sich, monatlich 60 Pfennig in die Baukasse zu zahlen.

  • Spenden werden noch gebraucht:
    Kirchengemeinde St. Johannes Nepomuk, Rayerschied

    Konto-Nr. 10 0897 61
    BLZ: 560 517 90 (Kreissparkasse Rhein-Hunsrück)
    IBAN: DE85 5605 1790 0010 0897 61
    BIC: MALA DE 51 SIM
    Auf Wunsch wird eine Spendenbescheinigung ausgestellt: Bitte Adresse angeben