Webangebot der Pfarreiengemeinschaft St. Erasmus (Rheinböllen)


Hauptinhalt


Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen

Nahe an Gott ... Nahe an den Menschen

Liebe Pfarrangehörige unserer Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen,

„Alles hat seine Zeit, alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit“, sagt Kohelet (Koh 3,1ff). Noch in der Weihnachtszeit aber schon am Ende eines Jahres heißt es oft „Innehalten“, um Abschied vom alten Jahr zu nehmen. Am Ende meiner priesterlichen Dienste hier in der Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen gilt für mich dann kurz Rückschau zu halten, Erinnerungen wach werden zu lassen, mit Erstaunen festzustellen, was sich alles ereignet hat, und fest daran zu glauben: Der Weg Gottes beginnt immer neu mit uns Menschen, egal was in unserem Leben - ob gut oder weniger gut - passiert ist. Bei manchen Dingen ist es schade, dass die Zeit „so schnell“ vergeht und frohe und schöne Augenblicke nicht länger zu genießen sind. Bei anderen ist es ganz gut, dass die Zeit nicht stehen bleibt, dass wir sie hinter uns bringen können. Daher möchte ich unserem gemeinsamen Herrn und Gott, dem Herrn unseres Lebens und seiner Kirche dafür danken, dass ich mit Ihnen ein Stück Weg meines Lebens und unseres Glaubens hier in der Pfarreiengemeinschaft gehen und gestalten durfte. Ich danke Ihnen allen für das Miteinanderunterwegssein im Glauben, insbesondere für die sonntägliche Mitfeier der heiligen Messe als Quelle und Höhepunkt unseres ganzen christlichen Lebens, wie das zweite Vatikanische Konzil formuliert; den wenigen Männern und Frauen, die treu und regelmäßig die Werktagsmesse mit mir gefeiert haben, gilt mein besonderer Dank. Ich merke auch, liebe Schwestern und Brüder, unser Leben und Wirken in der Kirche bleibt letztendlich immer ein Stückwerk, es soll und muss immer dazu helfen, Jesus Christus in unserm Leben zu bezeugen. Es gelingt mir auch nicht immer.

„Nicht uns, O Herr,
bringt zu Ehren, nicht uns, sondern deinen Namen – in deiner Huld und Treue!“ (Ps 115,1).
Dies ist der Spruch, den ich mir zu meiner Priesterweihe vor gut 25 Jahren ausgesucht habe. Danach versuche ich auch zu leben. Nicht immer ist es mir gelungen. Da kann ich nur, wie der Psalmist betet, sprechen:

„Geh mit deinem
Knecht nicht ins Gericht; denn keiner, der lebt, ist gerecht vor dir.“ (Ps 143,2).
Die Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen mit ihren Menschen bleibt ja ein Stück meiner Lebens- und Glaubensgeschichte. Auch Zisterzienserpater Anselm bedankt sich dafür herzlich, dass er in den letzten 10 Monaten im Pfarrhaus mit mir das geistliche Leben teilen durfte und durch das Mitfeiern der heiligen Messe und durch Hilfe und Begleitung einiger Familien und Einzelpersonen aus der Pfarreiengemeinschaft sein Deutsch verbessern konnte. Pater Anselm und seine Mitbrüder würden sich sehr freuen, wenn Sie bei Gelegenheit sie im Kloster Nothgottes besuchen. Nothgottes liegt in Rüdesheim ganz in der Nähe der Benediktinerinnenabtei der heiligen Hildegard Eibingen. Mögen unsere Schutzpatrone der neun Kirchen und Kapellen in der Pfarreiengemeinschaft, der heilige Josef und die Gottes Mutter Maria, die uns Jesus, den Erlöser der Welt, geboren hat, mit ihrer Fürsprache uns alle schützen und begleiten. Ihnen allen und Ihren Familien - besonders den Kranken in unserer Pfarreiengemeinschaft - wünsche ich frohe Weihnachten und Gottes reichen Segen für das Neue Jahr 2018!

Im Gebet verbunden

Ihr Mai, Phu Tho