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Fr, 03.11.2017

Anna Werle wird Vorstandsmitglied bei der ACK-Südwest

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen trifft sich zu Herbstversammlung

Ludwigshafen/Trier – Die Ökumenereferentin des Bistums Trier, Anna Werle, ist in den Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Südwest gewählt worden. Auf ihrer Herbstversammlung trafen sich rund 30 Delegierte und Beobachter aus den Mitglieds- und Gastkirchen der ACK in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Neben Vorstandswahlen und einer Begegnung mit dem Kirchenpräsident der evangelischen Kirche der Pfalz, Christian Schad, stand ein Studientag zu gemeinsamen Gebetsfeiern mit anderen Religionen auf dem Programm. Dazu hatte die ACK-Südwest auch Gäste aus den lokalen ACKs in Rheinland-Pfalz und im Saarland eingeladen. Anna Werle aus dem Dekanat Simmern-Kastellaun steht gemeinsam mit Superintendentin Jutta Walber von der Rheinischen Landeskirche als Stellvertreterin dem Vorsitzenden Dr. Joachim Wagner vom Bund Freier evangelischer Gemeinden zur Seite. Den Vorstand komplettieren Dr. Thomas Stubenrauch, Ökumenereferent des Bistums Speyer, als beratendes Mitglied und Pfarrerin Stefanie Schlenczek von der Pfälzischen Landeskirche als Geschäftsführerin.


Auf dem Studientag thematisierte Referentin Susanna Faust-Kallenberg die Frage nach den theologischen Grundlagen gemeinsamer multireligiöser Feiern. Die Pfarrerin für den interreligiösen Dialog in Frankfurt am Main verwies auf die „schwierige Beziehungsgeschichte“ von Christen und Muslimen, die von Zeiten der „Ignoranz, des Monologs und des Schweigens, aber auch der kritischen Auseinandersetzung“ geprägt gewesen sei. Auf der Grundlage gemeinsamer Wurzeln sei es heute möglich, dass Christen und Muslime sich gastweise zu ihren Gottesdiensten einladen oder dass bei multireligiösen Feiern „jeder in Anwesenheit des anderen betet“.

Kirchenpräsident Schad zog in einem Gespräch mit den ACK-Delegierten eine erste Bilanz des Reformationsjubiläums, das für ihn vor allem ein „Ökumenejubiläum“ war. Mit vielen ökumenischen Akzenten sei es gelungen, die Erinnerung an den Beginn der Reformation gemeinsam als Christusfest zu feiern. Der Staat und die Bundesländer hätten ein großes Interesse am Reformationsjubiläum gezeigt. Mit Ausstellungen, Konzerten sowie Kirchenkulturtagen habe man weit in den gesellschaftlichen Bereich hinein gewirkt.